Ach, ist Trier schön!

Das habe ich oft am Wochenende gedacht, als ich mit einem Freund, der mich besucht hat, ein bisschen Sightseeing gemacht habe. Auf dem Programm stand natürlich die Konstantin-Ausstellung, die ich sehr, sehr gut fand. Wahnsinn, welche Mühen aufgebracht wurden, um diese Ausstellung auf die Beine zu stellen. Ich bin wirklich beeindruckt.

An einem Tag haben wir die drei Museen nicht gepackt und so am Sonntag noch als drittes die Ausstellung im Bischöflichen Museum angesehen. So habe auch ich als Triererin endlich mal einen Fuß in dieses Museum gesetzt und war erstaunt über die Größe und somit auch die Verweildauer. Sehr gut fand ich in allen drei Museen, dass Texttafeln die Ausstellungsstücke erklären. Das kenne ich von manch anderem großen Museum nicht so und fand das immer sehr schade, weil man dann z.B. vor einem Bild steht und keine Infos dazu erhält. Das ist hier anders. Insgesamt hatte ich das Gefühl, gut informiert aus den Ausstellungen zu gehen, sehr nutzerfreundlich! Und über die Stadtgeschichte gab’s auch gleich einige Infos dazu.

Das schöne Wetter war natürlich auch super, um eine Tour an der Mosel zu machen und auch für mich teilweise Neuland. Wir waren in Bernkastel und sind bei schönstem Wetter den Waldweg hinauf zur Burg Landshut. Was für ein super Blick hinunter auf die Mosel! Das letzte Mal, dass ich in Bernkastel war, war während Grundschulzeiten und die Erinnerung daran ziemlich verblasst.

So, hoffentlich bekomme ich bald noch einmal Besuch! Es gibt da noch einiges, was ich mir gerne in Trier ansehen möchte ;-) Vorher kaufe ich mir allerdings noch einen Trier-Reiseführer. Oh, es ist so peinlich, diese interessierten Fragen von meinem Freund und ich habe teilweise einfach keinen Plan! Irgendwelche büchertechnischen Empfehlungen da draußen?

Sophie-Calle-Ausstellung: Ansehen!!!

Vor einigen Tagen war ja eine Besprechung der Ausstellung der französischen Künstlerin Sophie Calle im Kulturteil. Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese Ausstellung anzusehen, denn es ist keine reine Fotoausstellung, sondern Calle erzählt mit ihren Bildern eine Geschichte, es ist eine Art Bildergeschichte über eine verlorene Liebe. Ich habe diese Ausstellung 2004 in Paris gesehen, im Centre Pompidou, was eben auch die Bedeutung dieser Künstlerin zeigt. Damals war ich bereits restlos begeistert und habe mich jetzt gefreut, noch einmal etwas von ihr in Luxemburg zu sehen.

Man kann getrost gut eine Stunde in der Ausstellung verweilen. Zuerst zählt Calle die Tage sehnsuchtsvoll rückwärts bis zu dem Tag, an dem sie ihren Geliebten treffen soll, der dann aber absagt, weil er sich in eine andere Frau verliebt hat. Dann wechselt ihre eigene Erzählung von diesem Moment ab mit Erzählungen anderer Menschen, in denen diese von ihrem schmerzhaftesten Moment im Leben berichten. Visuell vermittelt wird das dann jeweils durch ein Foto. Ich fand diese Geschichten insgesamt sehr berührend und auch emotional. Eine solche Fotoausstellung tangiert einen mehr als irgendwelche Ansichten von Gebäuden in den USA beispielsweise.

Der Ausstellungsort ist auch gleich beim Bahnhof und mit Luxemburg Spezial (8 Euro nochwas im Zug von Trier nach Lux. und wieder zurück) ist das ein sehr günstiger Kulturausflug, praktisch direkt vor der Haustür. Es ist schön, Kunst und Kultur so nah zu haben, denn die Kultur der großen Städte geht mir in Trier echt ab, wenn man mal gerade das derzeitige Angebot der Kulturhauptstadt mit Konstantin etc. abzieht.

Seltsame Helfer für Tanja???

Die Suche von Tanja scheint seltsame Blüten zu treiben. Gerade habe ich auf einen schon älteren Blogeintrag einen Kommentar von Martini USVE erhalten. In dem Blogeintrag geht es um die Antenne-West-Berichterstattung zur Suchaktion in Pallien, der Kommentar passt thematisch nicht ganz ins Feld. Von daher schätze ich, dass hier jemand versucht, seine private? Suchaktion zu promoten, wie auch hier und hier.

Die eigene Homepage, die Martini angibt, sieht auch wirklich sonderbar aus. Ihr könnt gerne mal nachschauen. Ich verstehe nicht, was Kriegsbilder mit dem Fall von Tanja zu tun haben. Die Freunde von Tanja distanzieren sich übrigens von USVE. Weiß hier irgendwer, was genau hinter dieser Gruppierung steckt und was die mit der Suchaktion zu tun haben? Ich finde das ziemlich mysteriös und bin der Meinung, dass die Arbeit bei der Kriminalpolizei liegen sollte und mit ihr abgesprochen sein sollte. Das sind die Spezialisten.

Wieder ein kleines Stückchen Hoffnung weniger

Kritiker0815 hat gerade Antenne Wests Berichterstattung über den Polizeieinsatz in Trier-West kritisiert. Ich bekomme den Sender nicht und habe die ganze Zeit die Neuigkeiten im TV-Ticker verfolgt. Ich habe ungefähr alle geschätzte fünf Minuten den Aktualisieren-Button gedrückt. Im Gegensatz zu Antenne West, wie es kritiker0815 beschrieben hat, fand und finde ich mich ehrlichgesagt beim Online-TV recht gut informiert. Ich hatte das Gefühl, dass der TV konstant dabei ist, Infos zu liefern. Nur die schönste Nachricht konnte er dann leider nicht vermelden. Jetzt hör ich den Hubschrauber kreisen und werde morgen früh garantiert noch mit der Kaffeetasse in der Hand den PC einschalten und nachschauen, ob sich was in der Nacht getan hat, obwohl ich vermuten würde, dass auch beim TV jetzt demnächst die Lichter ausgehen. Meine Güte, schon wieder ein Tag vorüber ohne, dass es was Neues, das Hoffnung bringt, gäbe. Warum kann man sie nicht endlich finden? Wieso ist es nur möglich, dass ein Mensch so vom Erdboden verschwinden kann? Diese Warum-Fragen stellen sich wahrscheinlich gerade alle und hoffentlich gibt es darauf sehr bald eine Antwort. Eine, die nicht traurig ist.

 

NACHTRAG: So, nun konnte ich mir endlich auch eine Meinung bilden zu Antenne West, hier kann man einen Teil der Berichterstattung anhören, gefunden über Channelshift, wo sich übrigens auch ein sehr interessanter Beitrag zum Studivz findet.

Nichts als Ärger in der Glotze

Da bin ich den ganzen Tag miesester Stimmung und freue mich auf mein absolutes Highlight des Tages, die Lindenstraße, und dann gibt’s da nichts als Trauer und Ärger. Die Mutter von Gabi ist letzte Woche gestorben und daher heute Beerdigung gewesen. Dann hat Nina auch noch entdeckt, dass ihr Mann ein Kind von einer Freundin von ihr bekommt. Echt nur Tränen. Und jetzt geht die Lindenstrassen-Homepage nicht, auf der ich eigentlich gucken wollte, was in der nächsten Folge kommt. Ich heul auch gleich!

Die wechselnden Nicknames unter uns

lavendel hat das Thema bei blogoli und augur angesprochen und ich möchte das wiederum hier aufgreifen, weil ich mir davon eine Diskussion zum Thema erhoffe und mich das, was lavendel kritisiert, auch schon seit einiger Zeit stört: Dass hier Leute einfach irgendwelche Namen angeben oder kopieren, so dass hier niemand mehr zuzuordnen ist. Das bringt Verwirrung. Zweitens: Manche Leute haben bei Diskussionen irgendwie nichts zum Thema zu sagen, dafür aber was ganz anderes, was keiner versteht oder eben nur Eingeweihte. Mich nervt das. Wo sind die Zeiten hin, wo wir hier konstruktiv miteinander diskutiert haben? Einige Blogger haben sich in der letzten Zeit von hier verabschiedet und das waren leider ausgerechnet die, die ich immer mit großem Vergnügen gelesen habe. Schade! Lag’s daran, dass die Diskussion hier nicht so rund läuft? Ich blogge in letzter Zeit auch nicht mehr so häufig, was aber daran liegt, dass ich mich sehr mit Unikram herumplage und mir die Muße dann manchmal doch fehlt, was zu schreiben und leider auch wenig Zeit bleibt, die Welt da draußen zu entdecken. Ein langweiliges Leben gerade bei mir. Da leidet auch das Blog etwas drunter. Aber dennoch verfolge ich die TV-Blogosphäre hier sehr häufig, sozusagen als kleine Ablenkung zwischendurch und bin in letzter Zeit dabei manchmal enttäuscht von manchen Einträgen und Kommentierungen. Hänge ich zu sehr der guten, alten Zeit nach? Tetrapanax ist dafür, dass die E-Mail-Adresse angegeben wird, wenn jemand kommentiert. Das wäre vielleicht wirklich eine Idee. Ansonsten könnten die, die hier für Verwirrung stiften, ja auch mal sagen, was das soll. Ich verstehe den Sinn davon nicht, außer, dass man andere damit nervt, andere weniger oder gar nicht mehr bloggen und die Atmosphäre hier so langsam den Bach runtergeht. Kann das das Ziel sein? Oder dass man ein Bild von sich abgibt, als Mensch verbiestert, schlecht gelaunt und absolut pessimistisch zu sein? So wie ich das hier erlebe, so erlebe ich die Menschheit da draußen vor meiner Haustür nicht im Geringsten und bin erschreckt über so viel Pessimismus. Und abgesehen davon wüsste ich doch gerne mal, ob bei diesem hier wirklich irgendwer weiß, wer wer ist. Anonym zu schreiben ist die eine Sache, zu dieser Sorte von Bloggern gehöre ich ja auch, was ich absolut legitim finde. Auf der anderen Seite sich aber dauernd andere Nicknames zuzulegen, ist die andere Sache. Genauso, wie dann noch zu behaupten, Blogger X sei gleich Blogger Y. Ich bin ja angeblich auch sabinavoice, was aber absolut nicht wahr ist. Ich hab den Beitrag nun geschrieben, um hier konstruktiv mit euch zum Thema zu diskutieren, auch auf die Gefahr hin, dass hier gleich wieder einige mit falschen Nicknames kommentieren. Beweist doch mal, dass es auch anders möglich ist! So wie in guten alten Zeiten…

Fies statt freundlich

Die neue Kampagne der Bundesregierung für eine gesunde Ernährungsweise, die heute vorgestellt wurde, heißt “Fit statt fett”. Als ich dieses Motto heute morgen noch im Bett liegend in den Radionachrichten hörte, dachte ich, ich sei nicht bei den Nachrichten gelandet, sondern die Moderatoren des Frühstücksradios würden rumblödeln. Griffig ist der Titel ja, klingt natürlich lautlich auch ganz gut. Aber fett??? Nicht nett! Meiner Meinung nach ist das Wort abwertend und gehört nicht in den Titel einer solchen Kampagne. Da hätten sich die Werber echt mal was Besseres einfallen lassen können.

Vor ein paar Tagen stand im TV, dass die Rallye Gumball, bei der Promis und Reiche ohne Rücksicht auf Straßenregeln über die Straßen rauschen, durch die Region führte. Nun ist in Mazedonien ein Einheimischer wegen der Rallye gestorben:

Unbeteiligter stirbt bei Luxusauto-Rallye

Berlin – Nach einem tödlichen Unfall ist die britische Luxusauto-Rallye Gumball 3000 abgesagt worden. Zwei britische Teilnehmer, deren Wagen in Mazedonien mit einem nicht an dem Rennen beteiligten Auto zusammenstieß, wurden von der Polizei verhört. Das Rennen sei vorzeitig in der slowakischen Hauptstadt Bratislava beendet worden, teilten die Veranstalter mit. Bei dem Unfall wurde ein 67-jähriger Mazedonier verletzt, der später in einem Krankenhaus einem Herzanfall erlag. Die seit 1999 ausgetragene Gumball wird jährlich in London gestartet. Intern und im Internet kursieren Ranglisten, bei denen die erreichten Geschwindigkeiten und die Höhe der kassierten Strafgelder als Kriterien dienen. An dem Rennen nehmen vor allem reiche Fahrer mit ihren Lamborghinis, Bugattis, Rolls-Royce- und anderen Luxuskarossen teil. Das Rennen hat erhebliche kommerzielle Bedeutung als Werbeträger. Einer der Sponsoren – Adidas – hat sich nach dem Todesfall “für alle Zeit” von der Rallye zurückgezogen. dpa

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.103, Samstag, den 05. Mai 2007 , Seite 12

 

Spätestens jetzt sollte Schluss sein! Und das nicht nur in diesem Jahr, sondern für alle Zeit. Für mich ist eine Teilnahme an einem solchen Rennen wirklich das Allerletzte! Es ist so rücksichtslos und unbegreifbar. Als hätten die Teilnehmer null Gehirnzellen in der Birne. Und dass dabei ein Mensch sterben musste, ist umso trauriger.

TV-Duell à la francaise

Gerade schaue ich nebenbei das französische TV-Duell zwischen Sarkozy und Royal auf Phoenix. Hier geht verglichen mit den Kanzlerduellen die Post ab. Die Kandidaten sitzen sich gegenüber, die zwei Moderatoren auf einer Seite daneben. So ist der “Kampf” der Duellanten praktisch vorprogrammiert. Die beiden nehmen sich gegenseitig auseinander und unterbrechen sich ständig. Da kommen die Dolmetscher leider gar nicht mehr nach, was der Unterhaltung leider nicht gerecht wird. Das nimmt der Diskussion etwas an Spannung. Die zwei Moderatoren sitzen wie Zuschauer daneben und geben alle paar Minuten mal ein Stichwort. Die Redezeit wird im Gesamten zusammengezählt, als solche angezeigt und nicht pro Antwort auf eine Frage. Insofern ist dort eine Diskussion wenigstens möglich und es artet nicht in reiner Präsentation aus. Sehr spannend!

Zur Taktik: Madame Royal zeigt sich angriffslustig und spielt auf die emotionale Seite der Zuschauer, zitierte vorhin das Beispiel einer vergewaltigten Polizistin und von verarmten Renterinnen, die aufgrund der Kindererziehung kaum Rente erhalten. Sarko macht sich ihre Schwammigkeit und ihr teilweise unvollständiges Wissen zunutze, zum Beispiel wenn sie sich darin flüchtet, dass sie die Rentengesetze erst überprüfen muss, um zu sehen, wie die Rentenkassen in Zukunft finanziert werden sollen. Oder er fragt, welcher Anteil am Strom in Frankreich durch Kernenergie gewonnen wird. Wie in einem Quiz. Und er greift die Vorschläge von PS-Chef und Royal-Gatte Hollande an, die nicht Royals Vorstellungen entsprechen. Sarkozy ist mir ziemlich unsympathisch, aber er wirkt tatsächlich souveräner als sie. Ich bin gespannt, wie es am Sonntag ausgeht.